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2. „Jeck es jeil“-Sitzung 2013 – Nachwuchspreis an Volker Weininger

Volker Weininger war sichtlich überrascht. Vom Vorstand der KAJUJA Köln bekam "Der Sitzungspräsident" den Nachwuchspreis 2013 überreicht, aufgrund seiner heruaragenden Leistung in den Sälen in seiner ersten großen Karnevalssession. Genauso gerührt war KAJUJA-Urgestein Ludwig Sebus, als er einen Ehrenorden in Empfang nahm. Diese beiden Ehrungen waren zwei von vielen Höhepunkten auf der 2. "Jeck es jeil"-Sitzung im restlos ausverkauften "Theater am Tanzbrunnen.

Weininger ist der Newcomer schlechthin unter den Rednern. Als Kabarettist ist Weininger schon seit Jahren erfolgreich. Und seit dieser Session ist er das auch im Karneval. Als „Der Sitzungspräsident“ mimt er in einer Persiflage auf den Kölner Karneval einen ständig alkoholisierten Sitzungspräsidenten und wird dafür in jedem Saal bejubelt. Aus diesem Grund war auch ein Bestandteil des Preises eine Packung Mon Chéri.

Im Oktober 2012 stand er beim KAJUJA-Vorstellabend auf der Bühne und machte damit den entscheidenden Schritt auf die großen Kölner Karnevalsbühnen. Schon nach wenigen Wochen ist das Presseecho auf Volker Weiniger überwältigend und er hat nun auch außerhalb des Kabaretts eine riesengroße Fangemeinde.

Der Nachwuchspreis wurde in diesem Jahr bereits zum dritten Mal verliehen. 2011 wurde „Cat Ballou“ ausgezeichnet, 2012 „Kasalla“. Und nun also erhält zum ersten Mal ein Redner den KAJUJA-Nachwuchspreis. „Wow!“, zeigte sich Weininger zunächst kurz und knapp begeistert und ergänzte dann: „Das überrascht mit total. Wahnsinn. Damit hätte ich nie gerechnet. Und das macht mich total stolz. Erstens weil ich mich in der KAJUJA sauwohl fühle und zweitens weil das echt ein besonderer Preis ist.“

Der KAJUJA-Nachwuchspreis ist zweigeteilt. Zum einen erhielt „Der Sitzungspräsident“ aus den Händen des 1. Vorsitzenden Stefan Kühnapfel eine Wildcard für den KAJUJA-Vorstellabend 2013, um sich dort wieder auf einer großen Bühne auch den zahlreichen Literaten zu präsentieren. Und zum anderen hätte sich der Durchstarter der Session über einen Geldpreis in Höhe von 250,00 Euro freuen dürfen, gespendet von der Arztpraxis Dr. Schlochtermeier & Ferrauti aus Hürth. ABER Volker Weininger spendete das Geld direkt wieder der KAJUJA für die Förderung weiterer Talente.

Die KAJUJA Köln steht seit jeher dafür, den Karnevals-Nachwuchs zu fördern. Der 42-Jährige Weininger gilt ohne Zweifel als Karnevalsnachwuchs, denn es ist seine erste Karnevalssession. Wir möchten mit diesem Preis herausragende Leistungen belohnen. Und dieser Preis soll gleichzeitig Mut machen und soll auch Ansporn für weiteren Nachwuchs sein, sich im Karneval zu versuchen Wir möchten als Verein, der sich die Nachwuchsförderung auf die Fahne geschrieben hat, mit diesem Preis ein Zeichen dafür setzen, dass tolle Leistungen nicht nur gesehen und bewertet sondern auch honoriert werden.

Auf jeden Fall ist "Der Sitzungspäsident" win weiteres Top-Beispiel für die vielen Neuentdeckungen der KAJUJA in den letzten Jahren. Neben Weininger wurde auch Karnevalsstar Ludwig Sebus geehrt, quasi für sein Lebenswerk. Er ist eine Fastelovendslegende und er ist KAJUJA-Urgestein. Ludwig Sebus hat viele Jahre lang unsere Jubealsitzung moderiert, charmant und eloquent sorgte Sebus immer für eine tolle Atmosphäre im Saal.

Ludwig Sebus ist eine herausragende Figur des Karnevals. Da sind zum einen seine unzähligen Lieder, die den Fastelovend über Jahrzehnte geprägt haben. In der Session 1954/55 feierte Sebus seinen Durchbruch mit dem Hit „Jede Stein en Kölle“. Es folgten Titel wie „Och Verwandte, dat sin Minsche“ oder „Luur ens vun Düx noh Kölle“, die noch heute von allen Generationen begeistert gesungen werden. Für seine Verdienste um den Kölner Karneval wurde Ludwig Sebus unzählige Male ausgezeichnet, für ihn als Musiker ist in diesem Zusammenhang besonders die Willi-Ostermann-Medaille wichtig, die er bereits 1968 erhielt.

Ludwig Sebus wird aber nicht nur für seine musikalischen Werke ausgezeichnet, sondern vor allem auch für seine Rolle als großer Charmeur des Karnevals, der ein jecker Botschafter ist, wie man ihn sich besser nicht wünschen könnte. Auch mit seinen 87 Jahren sprüht Sebus noch vor Tatendrang, hat immer einen flotten Spruch parat und schafft es so, auch die Jugend für den Karneval zu begeistern. Ludwig Sebus lebt Karneval jeden Tag und versprüht einen so ansteckenden Optimismus und so viel Lebensfreude, dass er jeden Jeck sofort in seinen Bann zieht. Durch seine unzähligen karitativen Auftritte hat er das gemacht, was den Karneval auszeichnet: Er hat vielen Menschen ganz viel Freude beschert! Aus all diesen CIMG5558Gründen und anlässlich seines 60-Jährigen Bühnenjubiläums wurde das KAJUJA-Urgestein und -Ehrenmitglied nun mit einem ganz besonderen Orden ausgezeichnet. Unseren Sessionsorden ziert bereits das Konterfei von Ludwig Sebus. Aber diesen Orden bekam Ludwig Sebus in einer einmaligen Ausführung eingerahmt in Gold überreicht. Diese Ehrung soll eine Verneigung vor einem der Größten sein, den der kölsche Fastelovend hat!

Zwei Karnevalsgrößen, der eine neu, der andere schon legendär, beglückwünschten sich dann später noch gegenseitig zu ihren Auszeichnungen.

Die Stimmung im schon Wochen zuvor ausverkauften "Theater am Tanzbrunnen" war grandios wie immer. Nach wie vor lieben die Gäste die Mischung aus den dem besten Nachwuchs, also jungen, frischen Gesichtern, und absoluten Stars des Karnevals. "Kuhl un de Gäng"und "Das Thorrer Schnauzerballett begeisterten die Jecken genauso wie die "Höhner. "Cat Ballou" rissen ebenfalls alle im Saal von den Sitzen, umjubelt unterstützt von tollen Tanzeinlagen der "Rheinmatrosen". Als Tanzgruppe standen bei der 2. "Jeck es jeil"-Sitzung zudem noch "Die Schlebuscher" auf der Bühne. Bei Tanz und Musik wurde es laut im Saal, bei den Redner - auch das ist etwas ganz Besonderes bei den KAJUJA-Sitzungen - war es wie immer still, alle hörten Jörg Runge, Edno Bommel und dem "Knubbelisch vum Klingelpütz" konzentriert zu. Das "Dreigestirn" fehlte natürlich auch nicht, wobei es an diesem Abend ja "nur" ein Zweigestirn war, da der Bauer krankheitsbedingt passen musste. Traditionell waren die "Labbese" die Abschlussnummer, bei der die Zuschauer im Saal wieder eingeladen waren, selbst mit die Bühne zu stürmen.